Das Recht auf Meer
Das Atelier im KUBO und das D.O.C.H. – Kollektiv laden junge Frauen* dazu ein, ihren Platz auf dem Wasser zu beanspruchen und sich in einem mehrtägigen Workshop mit ihrem Recht auf Meer auseinanderzusetzen. Die Teilnehmenden erlernen Knotentechniken und alles was vor der Abfahrt des Schiffs wichtig ist und können sich mit Blaudruck und Risodruck künstlerisch ausprobieren und maritime Hefte, Slogans und Manifeste drucken. Lasst uns patriarchale Narrative hinterfragen und die maritime Welt feministischer denken und gestalten!
Frauen* werden in der Seefahrt und im maritimen Kontext symbolisch romantisiert – als Glücksbringer für Matrosen oder Sehnsuchtsorte. Doch jenseits dieser mythischen Überhöhung stellt sich die Frage: Wo stehen Frauen* in der Geschichte der Seefahrt wirklich? In den maritimen Ordnungssystemen waren sie über Jahrhunderte hinweg kaum vorgesehen, ihre Rollen marginalisiert oder gänzlich ausgeschlossen. Die See selbst gilt als Ort patriarchaler Dominanz. Häfen fungieren als Ausgangspunkte kolonialer Gewalt, als Bühnen imperialer Träume und expansiver Macht. Die Geschichte der Meere ist dadurch nicht nur eine Geschichte von Handel und Entdeckung, sondern auch von Krieg, Kolonialismus und Ausbeutung – und von der systematischen Unsichtbarkeit von Frauen*. Doch längst ist Bewegung ins Wasser gekommen. Längst ist die See nicht mehr nur Transit, sondern Terrain. Längst beanspruchen Künstlerinnen*, Aktivistinnen*, Forscherinnen* und Kapitäninnen* ihren Platz auf und am Wasser.
Workshoptermine:
- 29.08.2026, 11 – 16 Uhr Praktische Einführung und künstlerisches Arbeiten auf der MS D.O.C.H
- 30.08.2026, 12 – 16 Uhr Risographie Workshop im Atelier des d.o.c.h. – Kollektivs am Güterbahnhof Bremen
- 05.09.2026, ab 17 Uhr Austausch mit anderen Künstlerinnen*, Aktivistinnen*, Forscherinnen* und Kapitäninnen* und Mitmachangebot des d.o.c.h.-Kollektives beim GB Open
- 12./13.09.2026 Gemeinsame Fahrt mit der Ms D.O.C.H und Präsentation der Arbeiten während der maritimen Woche in Bremen
Künstlerinnen:
Karin Demuth & Caroline Klapp (D.O.C.H. – Kollektiv)
Förderung:
Gefördert vom Senator für Kultur Bremen im Rahmen des Programms „Junge Szene / Subkultur“
